EIN POET UNTER UNS: FRANCIS LARA

  

( Festival Les Gets 2006 )

 

 

 

 

Bevor der Öffnung des Festivals, während jeder seine Bühne aufstellt, gibt es Kollegen und ein Publikum das zu früh angekommen ist, die sich anhalten um zu bewundern, schätzen und fragen, und so müssen wir unsere Vorbereitungen abbrechen um zu erklären, sehen zu geben und spielen ... na ja, das heißt dass die Leistung die wir Vorschlagen schon funktioniert.

Und dies geschieht für Francis Lara.

 

 

               

 

 

Er präsentiert eine gehobene und raffinierte Ausstellung und Realisation.

 

Bilder, Animation, Musik ... und Kino.

Bilder und Schrift sind mit poetischem Feinschliff beschrieben, voll mit pfiffigem aber diskretem Humor eines Erwachsenen der immer mit dem Kind, das in ihm ist, dialogiert.

Ein kleiner Raum, so strukturiert um ein „Anderswo“ darzustellen, eine  echte aber wirkliche Peter Pan Insel, in der, Kind und Erwachsener, mit Hilfe der Merkwürdigkeit, Entdeckungslust und Beiteilungsspiel, die Generationstrennung vergessen.

 

 

        

 

 

Die Bilder darbieten die Zeit der ersten Autos und der kaputten Schuhen von Chaplin, der Röcke und Unterhosen, Zweckmäßig geöffnet (aber nicht hier) der Cancan Tänzerinnen, der Silhouetten des Schattentheaters (Lara präsentiert ganz schöne chinesische Schattentheateraufführungen), der Laterna magica.

Es gibt Fotografien, Figürchen, Plakate,  Zeichnungen.

Kleine Gedichte voll Weisheit.

Es gibt zusammengefaltete Papiergänschen genau wie die unserer Grosväter die uns so erstaunten und wir, erst nach langen Jahren gelernt haben mit dem Namen „Origami“ zu bezeichnen.

Es gibt Schreibfeder und Tintenfässer.

Bilder einer Zeit in der auch die Drehorgel dem Musikklang angehörte.

 

 

       

 

 

Hier spielt die Orgel.

Melodien die allen bekannt sind: Cancan, die Marschmusik von Laurel & Hardy,  die Eintrittsmelodie von Popeye ...

Hier sieht man die Genialität von Lara und sein ständiges Ersuchen das Publikum ins Spiel zu ziehen, um das Publikum zum Spiel zu bewegen ... auch die Erwachsene ... fast ein subversiver Vorschlag....

Lara, hat ein einfacher Mechanismus erfunden, der mit den Fingern und im Rhythmus der Drehorgel, die Francis neben dem verwickeltem Zuschauer spielt, Tänzerinnen, Schauspieler und Trickfilme, in Bewegung setzen.

Das Notenband ist lang und mit vielen verschiedenen Musikstücken versehen

Derjenige der mitspielt muss schnell, mit dem Finger, die Silhouetten, im Rhythmus der Musik, in Bewegung setzen, und je nach der Melodie muss er schnell von einer Silhouette zur andere gehen.

Ein Duell zwischen dem der spielt und dem der animiert ... Man schafft so witzige Missverständnisse und Verlegenheit  ... alle Vergnügen sich.

 

Wahrend der Eröffnungszeremonie, kontaktierte Lara das Publikum und seine Kollegen, und Bittete jeden sein Autogramm auf das Plakat, das er quer über die Brust umgehängt hatte, zu schreiben.

Eine Gelegenheit um nicht passiv beizuwohnen, um eine nahe und individuelle Begegnung zu machen, um ein physisches Zeichen der eignen Präsenz hinterzulassen: „Wir sind hier, Du und ich“.

 

 

 

 

Lara ist auch Mime.

Er   interpretiert ein Automaten: mit einem großen Schlüssel im Rücken.

Um den Automaten nachzuahmen muss er sein Menschsein ganz beherrschen und auspressen und sich so mit der Maschine zu verständigen. 

 

Lara ist ein Poet unter uns.

 

 

KANINCHEN SCHATTEN

 

Eines Tags

Ein kleines weißes Kaninchen

Begegnete seinem Schatten

Am anderen Tag

Ein anderes kleines weißes Kaninchen

Begegnete seinem Schatten

Und von Kaninchen in Zahlen

Und  Schatten von Kaninchen

Laufen zusammen

die kleine weiße Kaninchen

mit ihren Schatten