"FLÜSTERND .... VOM MEER BIS ZUM HIMMEL" EINE INSTALLATION

 

 

 

 

"Flüsternd ... vom Meer bis zum Himmel" ist eine Installation in der jedes Objekt oder Lebendes, Artist oder Zuschauer, integrierter ist.

Die Installation, ist ein fixes dreidimensionales Werk mit Medias und  anderen Expressionsformen ausgerüstet um, in einem begrenzten Raum, dem Beobachter-Zuschauer eine besondere Emotion zu erregen.

 

Die Installation bebaut eine halb geschlossene, geschützte und beschützende Fläche, im inneren deren "Lucette&Giangili" ihre  Kindergeschichten  (aber nicht nur) erzählen. Sie helfen sich mit dem kleine japanische Kamishibai Theater und begleiten sich mit dem leisen Ton der Drehorgel. In diesem Raum, ist die Nähe zwischen Erzähler, Publikum und Protagonisten der Geschichten, intim und tief, die Aufmerksamkeit gezielt, von Lärm und Verkehr befreit. Diese Installation kann überall gebraucht werden, im Innern wie im Freien.

 

 

   

 

 

Projektiert für eine Fläche von 9 m²x2 m. H. (entspricht einem kleinen Pavillon). 3 große Tücher, die ganz illustriert sind, begrenzen die Außenwände. Im gesamt ergibt es eine spektakuläre Wand von 36m².

 

Das Kennzeichen der Darbietung von "Lucette&Giangili" ist die Interaktivität. Obwohl sie Erzähler sind, verwickeln sie das Publikum in die Erzählung, um es zu fordern seine eigene Emotionen oder Erfahrungen zu erzählen oder sogar die Drehorgel spielen. So fallen die Schranken zwischen Zuschauer und Erzähler.

 

Das wichtigste für "Lucette&Giangili" ist, Zusammenkommen, Zuhören, Zusammensprechen, Zusammenteilen. Die unmittelbare körperliche und emotionelle Nähe erlaubt neue Beziehungen zwischen  Menschen, Eltern und Kinder, Generationen, anzuknöpfen.

 

Die Aufführung teilt sich in 6 Phasen, "Zeremonien" genannt, die sich aber nicht immer in der gleichen Ordnung folgen.

 

 

   

 

 

"DIE ERZÄHLUNGSZEREMONIE"

 

Kinder und Grosse, alle  im Kreis um das Kamishibai Theater, sitzen auf den Banken oder kuscheln sich auf dem grünen Tuch, in den Armen halten sie streng die Tierprotagonisten der Geschichten, mit aufgehaltenen Gesichter schauen sie die Bilder an. Bilder die, im  viereckigen Theater, schnell verlaufen: es scheint ein primitives Fernsehgerät, obwohl man hier nicht den massenmedia Ritus "Alle um das Fernsehen" zelebriert. Hier, ist was anders.

 

Sich in der erzählten Geschichte erkennen und identifizieren erschafft  eine kleine "verzauberte Gemeinschaft" in der, Erzähler und Zuhörer, nur eins sind.

Diese Verzauberung ersteht weil man in einer kleinen Zone zusammenkommt wo man nicht nur erzählt, gar nichts vergleichbares mit einem oberflächlichen Untertitel unter dem Bild, hier wohnt, Sinn, Grund und Entwicklung der Geschichte, Einschuss neuer Figuren .... zum ersten die, die ganz erregt zuschauen.

 

Dies ist das Spatium in dem man über das Scheinbare und die Banalität geht. Einige, um das grenzlose zu bändigen und begrenzen, die Angst beherrschen, sich in ihm nicht verlieren, nennen diesen Zustand "Los" ... während die Protagonisten der Geschichten den Mut haben sich in im zu verlieren und gerade deswegen sich immer wieder finden.

 

Man erzählt den Seelenzustand der Protagonisten, die Atmosphäre in der die Fakten vorgehen und dies verwandelt den zerbrechlichen Pavillon in eine Fruchtwasserblase (das gleiche gescheht auch im Freien).

 

Dies ist nicht Regression, im Gegenteil, in diesem Raum berühren die Zuhörer, mit eigenen Händen, das Grenzlose.

 

Die Tiere sind die Protagonisten der Geschichten die "Lucette&Giangili"  den Kindern und Eltern vorführen. Es sind aber Speziale Tiere: die kennen die gleiche Beklemmung, Einsamkeit, Angst, Wünsche, Aggressivität, Schwierigkeiten und Lebenswille, der Kleinen ... und Grossen Zuhörer. Heute, besitzt ja niemand mehr die absolute Gewissheit.

 

Die erzählten Geschichten gehören nicht der Tradition an. Die Geschichten sind neu ... von zeitgenössischen Erzählern vorgestellt und mit  schönen Bildern von heutigen bekannten Zeichnern begleitet.

 

 

   

 

 

Die große Auswahl der Kleingeschichten für Kinder (aber nicht nur) die "Lucette&Giangili" vorstellen, (Erzähler und Dreher, seit langer Zeit mit Formations- Erziehungs- und Kommunikationsaktivitäten beschaffen),  ist die Frucht ihrer langen Nachforschungsarbeit.

 

Es handelt sich um Erzählungen die man in verschieden Stufen lesen kann: der Erzähler ist der Fährmann der dem Publikum hilft über das Scheinbare zu gehen, der ihn ins Land der Metaforen führt um dass er  was anderes Entdecken kann.

 

Die Erzählungsart ist nicht melodramatisch, mäßig in der Geste und heimlich im Ton.

 

Der Protagonist der Geschichten, ein lieber Leuchtkäfer, erzählt wie er seine "Speziale Energie" braucht um das Licht ins Herz eines verlassenen Kinds zu bringen ... dieses, mit Namen "Fiammetta"  findet wieder sein Lebenslust.

 

Der Leuchtkäfer erzählt auch von den kleinen Bären die ihren verstorbenen Großvater suchen; von einsamem Äquilibristenhunden die Liebe suchen; von egoistischen Fröschen die, die Solidarität entdecken; von ausgenützten Tieren die eine Genossenschaf gründen;   von Fröschen die, die erste Liebe entdecken und sich so unsicher fühlen; von der schwieriger Liebe des kleinen, großen, Flusspferds; von den bösen schwarzen Krähen die immer die schwachen überfallen ... auch die Eltern sind von diesen Metaforen begeistert.

 

 

   

 

 

"DIE BILDERZEREMONIE"

 

Dies ist, für das kleine Publikum von Eltern und Kinder, die geführte Besichtigung, entlang der 18 m langen illustrierten Wand des Pavillons. Von den Artisten verlangt man Träume, so darf auch die Schönheit nicht fehlen.

 

Die Fruchtwässerige Szene "Die kleine Fischchen in Mutters Meer" die, die Zone des Kamishibai begrenzt, ist mit Hilfe japanischen Illustrationen realisiert.

 

In diesem geschützten Fruchtwasser hat es alles was man braucht: Speise, Bewegung, Stimmen und Geräusche, alles  ohne dass man von außen etwas sieht. Auch Mutters Emotionen nimmt man ahn. Alles, Zeichen einer nahen aber noch fernen Welt.

 

Alles kommt gedämpft an, alles ist vertraut und beschützt, hier gibt’s keine Angst: alles ist flüsternd und langsam. Vor allem, voll Leichtheit, und sanftes Fliegen. Hier ist Echtheit, Vertrautheit, Ehrlichkeit, aber auch Verwundbarkeit.

 

Neun Monate später, Tag mehr oder weniger,  kommt man auf die Welt. Aber, vielleicht hat, dieses kleine Fischchen, das unversehrte und harmlose Paradies nicht für immer ganz verloren....

 

Von außen sieht man dass das "innere Kind die Schwerkraft bewältigen kann": die Struktur und Ausarbeitung dieser Vorstellung  wird mit den schönen Bildern von  Lussati realisiert.

 

Auf der Erde, schlägt man dem kleinen menschlichen, verwirrten Schiffbrüchigen, Vorschriften, Schlüssel und  Befehlsgebote vor.

 

Groß werden heißt,  schlau, aggressiv, mit den Füssen auf dem Boden, ohne Träume, sein. In der Welt voll mit Sachen ist der Mensch allein vor der Leere. "Das Fischchenkind existiert nicht mehr: vergessen!" Ist es aber wirklich wahr?

 

 

   

 

 

Antoine de Saint-Exupéry sagte: "Alle Erwachsene waren mal Kind. Aber nur wenige erinnern es sich noch". Der Psychologe Carotenuto : "Obwohl Erwachsen, ist es nötig Kind bleiben".

 

Unseres inneres Kind muss mit Spontaneität, Fantasie, Neugier, Kreativität, genährt werden. Insbesondere, sollte man ihm Erlauben, so oft als möglich, der Welt der Erwachsenen zu entfliehen; Welt, in der nur Kontrolle, Misstrauen, Verdacht, Begrenzung und egoistische Laune herrschen. Christus sagte: "Wer das Gottesreich nicht annimmt wie ein Kind, wird nicht hineinkommen".

 

Das  Kleinkind ist sicher dass es den Himmel, angehängt an der Drachenschnur, erreichen kann und dort, (ohne Füße am Boden und unbarmherzige Uhren die, die Träume enden), fliegende Elefanten und Sirenen mit verzaubernde Geschichten, treffen kann und, im gleichen, dort einen großen, großen, gemütlichen Raum finden. Der ohne Konditionierung und Fallen ist.

 

Dem inneren Kind muss man helfen sich in diesem Raum zu verlieren, um nicht mehr allein zu sein, es muss ihm gelingen noch zu spielen, Lachen, Scherzen ... und Musik spielen!

 

 

Endliche kommt man zum Bild mit dem heiteren und großen  Kinderorchester, betitelt "Am Anfang war der Schlag".

 

Alles hat vielleicht wie ein Spiel angefangen. Ein Handklatschen, ein Knochen, ein Stein, ein gebrochener Zweig, dieauf auf etwas schlägten. Ein gesuchter Lärm der mit der Zeit  ein angenehmer Ton geworden ist.

 

Ein Zeichen, ein Ton. Nach vielen tausend Jahren, plötzlich, kommt die Drehorgel!   Jeder kann sie spielen. Und mit "Lucette&Giangili" kann man es wirklich tun, sie geben auch das Dreherdiplom!

 

Drehen ist eine Weise um mit dem inneren Kind zu Sprechen, um ihm zu Sagen dass man es noch liebt.

 

Der große Erzählungsablauf lockt und magnetisiert alle Zuschauer die noch das unbeschränkte in den Augen haben.  Sie bringt sie dort wo das Erzählen ein Ritus ist, genau wie in der Kirche. In diesem beschützten Ort, funktional für die Erzählung, transformieren sich die Wörter, eins nach dem andern, ins uneingeschränkte.

 

Nachher, wenn man sich erinnert, denkt man: ich war nochmals im verlorenen Paradies.

 

Später, wenn man nochmals durch den leeren Platz läuft, empfindet man den gleichen Eindruck.

 

 

"DIE SCHIRMZEREMONIE"

 

Aus einem gestürzten (japanischem!) Schirm wählt jeder Zuschauer "das Geschenk". Die Gesichter sind erstaunt, die Hand zaghaft. Scheinbar nichts nötiges ... Kinderreime für di Kleinen, Aikus für die Erwachsene.

 

Das Geschenk ist eine Gabe von "Lucette&Giangili" ...  ein berührbares Objekt, wenn man will ein dauerhaftes. Es handelt sich um die außergewöhnliche Geste die nicht im traditionellem Ort und Umstand vorkommt.  Es ist das Geschenk ohne warum. "Geben und Empfangen". Eine freie und uneigennützige Geste, um eine neue Verbindung zwischen Artist und jedem Zuschauer anzuknöpfen.

Man hat aber auch die Gewissheit dass der Geist des Gebers mit dem Geschenk reist und dass dies eine neue Verbindung, auf dem Faden der Erinnerung einer Emotion, in der Welt der Erzählung erschafft.

 

 

"DIE KLANGSZEREMONIE"

 

Dies ist ein delikater Moment. Um die Drehorgel gut zu drehen muss man die Kurbel mit Beständigkeit, gleicher Geschwindigkeit, ohne heftigen Ruck, drehen. Darum sind Armenlänge und Größe des Spielers wichtig: es sollte fast ein Erwachsener sein.

 

Darum spielen die Eltern, sie bieten denen die, die Geschichten hören,  Musik an.

 

Erwachsene, Erzieher, oft nur Ernährungs-Getränk-Kleid-Objekten-Videospiel-Anordnung-Tadel-Geldverteiler, können hier eine unsichtbares und gewichtsloses Geschenk bieten,  "Gabe die man hört": Klänge.

 

Kurze und heitere Musikstücke, genau wie die Stimmung ringsumher.

 

 

   

 

 

"DIE GRUPPENFOTOZEREMONIE"

 

Die Gruppenaufnahme ist eine Tradition des japanischem Tourismus, deshalb kann  auch bei uns das Fotoangebot für zärtliche und  originale Aufnahmen nicht fehlen.

 

Die artikulierte Puppen der "Majakovskij Werkstatt" von Pietro Perotti (Italien), präsentieren  die Tiere der Erzählungen. Ihre Funktion ist  eine tatsächliche Physische Verbindung zwischen Wörter und kleine Zuhörer herzustellen: sie können in die Arme genommen werden und mit ihnen nehmen sich fotografieren lassen.

 

Für die Erwachsenen Frauen, bietet man eine sonderbare Möglichkeit: einen, wunderbar geschmückten, echten japanischen Kimono auslesen und anziehen,  ...  auch mit dem Fächer!

 

 

"DIE SEIFENBLASENZEREMONIE"

 

Ein Altes Spiel. Ein schönes Spiel dem nicht einmal die komplizierte Physikalischen-Chemische und Mathematische Erklärungen, des sein dieser zauberhaften Kugeln,  die Poesie geraubt hat.

 

Wolken von Seifenblasen grüssen alle die sich entfernen.

 

Einfach, schön, anmutig. Immer perfekt, nie hässlich. Jede mit Lebenshauch.

 

Kurzlebig, einige sogar ganz kurz. Vergänglich wie die Träume.

So bald die Kinder sie erblicken, überrascht, halten sie einen Augenblick an ... dann springen sie ihnen nach um sie zu fangen ... aber der Traum zerbricht. Wehr weiß wie vielmal dies ihnen in der Zukunft noch passieren wird.

 

Auch die Eltern sind fasziniert: dies weil ihr inneres Kind fasziniert bleibt.

 

Wie di Kinder, kommen die Seifenblasen ans Licht. Bevor sie schweben und fliegen, müssen sie zuerst eine kurze Fahrt durch das dunkel des Tunnels des Drinkhalms unternehmen.

 

Ein Farbenwunder. Dauert weniger als ein Regenbogen.

 

Ach, fliegen können!  Die dicken Seifenblasen schweben, die schmächtigen fliegen. Alle hängen in der Luft ... dann "plaff" verwandeln  sie sich  plötzlich in einen kleinen Wassertropfen  ...  Das wunderschöne ist verloren, eine kleine Träne fällt auf die Erde.

 

Die grüssende Händchen werden immer kleiner und Entfernen sich.

 

Nur dauert noch die Emotion, hauchdünn und leicht wie die Erinnerungen.